Wem gehört eigentlich Ihre Domain? Eine unbequeme Frage
Viele Unternehmen kommen an die eigene Website nicht heran, wenn der Dienstleister nicht erreichbar ist. Welche Zugänge Ihnen gehören müssen und wie Sie das prüfen.

Die Frage klingt banal, bis sie akut wird: Wenn Ihr bisheriger Dienstleister morgen nicht mehr erreichbar wäre, kämen Sie dann an Ihre eigene Website? Bei erstaunlich vielen Unternehmen lautet die ehrliche Antwort nein.
Die vier Zugänge, die Ihnen gehören müssen
- Die Domain. Sie sollte auf Ihr Unternehmen registriert sein, nicht auf die Agentur. Wer im Register als Inhaber steht, entscheidet, wohin die Adresse zeigt. Das ist der wichtigste Punkt von allen.
- Das Hosting. Der Vertrag und der Zugang zur Verwaltungsoberfläche. Ohne ihn können Sie keine Sicherung herunterladen und nicht umziehen.
- Das Verwaltungskonto der Website. Ein eigener Zugang mit Administratorrechten, nicht der geteilte Zugang des Dienstleisters.
- Das Google Unternehmensprofil und die Search Console. Beide sollten auf ein Konto laufen, das Ihnen gehört. Andere können als Nutzer hinzugefügt werden.
Ein Dienstleister, der Ihnen diese Zugänge nicht geben will, hat kein Sicherheitsargument. Er hat ein Geschäftsmodell.
Wie Sie das in zehn Minuten prüfen
Schauen Sie in die öffentliche Domainabfrage Ihres Anbieters und prüfen Sie, welcher Name als Inhaber eingetragen ist. Melden Sie sich einmal selbst am Hosting an. Wenn Sie kein eigenes Passwort haben, ist genau das das Ergebnis der Prüfung.
Wie Sie Zugänge sinnvoll verwalten
Nicht in einer Tabelle und nicht per E-Mail weitergeben. Ein Passwortmanager mit einem geteilten Bereich für das Unternehmen kostet wenig und löst das Problem dauerhaft. Wichtig ist zusätzlich die Zweifaktorbestätigung für die zentralen Konten, gebunden an ein Gerät, das Ihnen gehört.
Der Teil, der beim Ausscheiden zählt
Wenn ein Mitarbeiter oder Dienstleister geht, gehört der Zugang entzogen, nicht nur das Passwort geändert, das ohnehin nur eine Person kannte. Eine kurze Liste, wer worauf Zugriff hat, ersetzt an dieser Stelle viel Aufregung.
Wenn Sie unsicher sind, welche Ihrer Zugänge Ihnen tatsächlich gehören, gehen wir die Liste gerne gemeinsam durch.
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